Echte Synergieeffekte

 

Seit Februar 2020 ist der Müritz-Nationalpark am „Projekt Voluntourismus für biologische Vielfalt in den Nationalen Naturlandschaften“ beteiligt. Nach der durch Corona verzögerten Startphase zeigt sich, dass von den Freiwilligeneinsätzen, die im Rahmen des Projektes unter Leitung von NNL e.V. erprobt werden, Müritz-Nationalpark-Partnerbetriebe profitieren konnten. So fand unter dem Motto „Vom Mecklenburger Waldglas zum Altglas“ im August 2021 ein Arbeitseinsatz für die Gäste eines Ecocamping-Betriebes statt, der gleichzeitig Nationalpark-Partner ist. Im Rahmen einer Reise des Projektpartners BUND-Reisen wurden für die Beherbergung und das Begleitprogramm - Besuch von Infozentren und Restaurants - vorrangig Angebote der Müritz-Nationalpark-Partner ausgewählt. So beseitigten im Oktober 2021 die Reiseteilnehmer:innen alte Zaunreste, pflegten einen Trockenrasen und verschlossen an einem Moor einen alten Entwässerungsgraben.

Aufgrund der guten Resonanz werden auch in diesem Jahr diese Angebote fortgesetzt, weil schon jetzt klar ist, dass Voluntourismus als Reiseform eine gute Möglichkeit darstellt, Qualitätstourismus im Müritz-Nationalpark zu stärken.

 

Das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

 

Der Förderverein Müritz-NLP hat im Juni 2020 ein ERASMUS+-Projekt mit dem Titel „Wildnisbildung in Nationalparken in Osteuropa“ gestartet.

Ziel des Projektes ist, Nationalparkführer(innen) und im Tourismus tätige Menschen in und um den Müritz-Nationalpark zum Thema Wildnis zu schulen. Deswegen ist im Projektzeitraum bis Ende 2021 vorgesehen, ein Wildnistrainig durchzuführen und 3 Nationalparks in Lettland, Litauen und Polen im Rahmen einer Lernmobilität als Exkursionsziel aufzusuchen, um den Teilnehmenden vor Ort die Strategien des dortigen Naturschutzmanagements und der Wildnisentwicklung zu vermitteln.

Im Ergebnis sollen von dem EU-geförderten Projekt viele profitieren: Die teilnehmenden zertifizierten Natur- und Landschaftsführer(innen) können mit ihrem erworbenenen Wissen neue Wildnisangebote schaffen und Gästen diese Naturentwicklung anschaulicher erklären. Dies steigert die Gästezufriedenheit. Gleichzeitig sind diese Nationalparkguides und die im Naturtourismus Beschäftigten Mulitplikator(innen) für die Nationalpark-Idee und können im Kontakt mit der lokalen Bevölkerung Befürchtungen und Ängste nehmen. Eine wichtige Voraussetzung, damit die Zustimmung für den Müritz-Nationalpark wächst. Der Förderverein Müritz-Nationalpark forciert das ehrenamtliche Engagement in der Nationalparkregion und stärkt seine Kooperation mit ehrenamtlichen Institutionen in den Nationalparks in Osteuropa.

 

ERASMUS+ ist das Programm der Europäischen Kommission für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport.

 

„Touristische Mobilität „Müritz rundum“ mit Anbindung des Müritz-Nationalparks“

In 2014 wurden im LEADER-Projekt „Optimierung des Müritz-Nationalpark-Tickets“ – das vom Förderverein initiiert und beauftragt wurde – Möglichkeiten der Entwicklung des Gesamtangebotes untersucht um die Nutzerzahlen nachhaltig zu steigern. Von den Bearbeitern wurden erhebliche Defizite in der Vermarktung der bestehenden Angebote als ein wesentliches Manko erkannt. Mit diesem LEADER-Projekt sollen die Erkenntnisse des 2014-er Projektes eine lösungsorientierte Umsetzung erfahren. Folgerichtig ist ein umsetzungsorientiertes Marketing der Projektschwerpunkt.

"Müritz-Nationalpark-Ticket"

Die Buslinie durch den Müritz-Nationalpark verkehrt in den Sommermonaten seit fast 20 Jahren zwischen Waren (Müritz) und Boek. Bei diesem Angebot hat der Besucher die Wahl zwischen Bus, Schiff und Fahrrad um den Müritz-Nationalpark zu erleben. Obwohl sehr erfolgreich und als Vorzeigemodell gestartet, gingen die Fahrgastzahlen trotz gleichzeitiger Steigerung der Übernachtungszahlen in der Region kontinuierlich zurück.

Nationalparke genießen den umfangreichsten Naturschutz in Deutschland. Eine vom Menschen unbeeinflusste Entwicklung der Natur soll hier möglich sein. Deshalb muss gut begründet sein, warum Tiere erlegt werden, wo doch „Natur – Natur sein lassen“ im Vordergrund steht.  

Der Förderverein Müritz-Nationalpark e.V. unterstützte den Bau der Schrankenanlage, die seit September 2014 erfolgreich in Betrieb ist.

Das Tier mit der Zorromaske
Waschbären sind kleine Raubtiere aus der Familie der Kleinbären. Sie sind, wie auch alle näher verwandten Arten, in Amerika beheimatet. Im letzten Jahrhundert wurden viele Waschbären nach Europa eingeführt, um sie in Pelztierfarmen zu züchten. Heute sind sie mehr oder weniger häufig in fast ganz Deutschland in freier Wildbahn anzutreffen. Und sie sind – auch von Gesetzes wegen – ein Bestandteil der heimischen Tierwelt geworden. Im nordhessischen Raum sowie in Brandenburg liegen die Schwerpunkte der Verbreitung.